Aktivität steigt im 30-Tage-Vergleich
Insolvenzmonitor hat für die 30 Tage bis einschließlich 17. August 2026 insgesamt 5.765 eindeutige deutsche Registerreferenzen mit mindestens einer amtlichen IN-Bekanntmachung ermittelt. Im unmittelbar vorherigen 30-Tage-Zeitraum waren es 5.253. Das entspricht einem Anstieg um 9,7 Prozent.
Die Kennzahl misst Unternehmen, zu denen im jeweiligen Zeitraum mindestens eine Bekanntmachung erschien. Sie ist keine amtliche Zahl neu beantragter oder eröffneter Insolvenzverfahren: Ein Verfahren kann über mehrere Verfahrensschritte und Monate hinweg neue Veröffentlichungen auslösen.
Nordrhein-Westfalen mit den meisten betroffenen Registereinheiten
Nordrhein-Westfalen führt die 30-Tage-Auswertung mit 1.363 Unternehmen an, knapp unter den 1.374 des vorherigen Fensters. Bayern folgt mit 852 nach zuvor 709 Unternehmen. Baden-Württemberg erreicht 589 nach 436, Hessen 533 nach 486 und Niedersachsen 500 nach 548.
Die stärksten relativen Zuwächse unter den fünf fallstärksten Ländern zeigen Baden-Württemberg mit 35,1 Prozent und Bayern mit 20,2 Prozent. Niedersachsen liegt 8,8 Prozent unter dem vorherigen 30-Tage-Fenster.
So zählt Insolvenzmonitor
Einbezogen werden deutsche IN-Aktenzeichen mit einer strukturierten Registerangabe. Verbraucherinsolvenzen mit IK-Aktenzeichen bleiben ausgeschlossen. Mehrere Bekanntmachungen derselben Registerreferenz innerhalb eines Auswertungszeitraums zählen nur einmal.
Die Zahlen werden aus den öffentlichen Insolvenzbekanntmachungen der Gerichte abgeleitet und alle sechs Stunden neu berechnet. Für amtliche Insolvenzstatistiken, insbesondere eröffnete Verfahren, Forderungshöhen und Beschäftigte, bleibt das Statistische Bundesamt die maßgebliche Quelle.